Folge 4 - PodKANT mit Schulsozialpädagogin Simone Adler
Shownotes
Der Adler ist gelandet? – Endlich im PodKANT-Studio! Hört euch an, was Simone Adler über ihre eigene Schulzeit erzählt: „Ich fand es immer sehr anstregend, weil ich einfach sehr, sehr schüchtern war“ und wie sie zu ihrem Job gekommen ist, den sie liebt (Da freut sich das KANT!!!).
Kontakt: podkant@kant.ms.de Moderation: Nina von Manstein Technik: Ben Abbing Erstveröffentlichung: 12.05.2022
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00:00:04: Willkommen, Gabo Prostimo,
00:00:10: zu einer neuen Folge des Podcasts.
00:00:12: Endlich hören wir uns mal wieder, liebe Kantianer.
00:00:15: Ich freue mich, dass ihr alle da seid und zuhört.
00:00:19: Und vielleicht habt ihr gemerkt, dass ich euch heute auf ukrainisch ein herzliches Willkommen gewünscht habe.
00:00:24: Das war mir ein ganz besonderes Anliegen.
00:00:27: Wenn ihr regelmäßig den Podcast hört, dann wisst ihr, dass ich immer verschiedene Sprachen ausgesucht habe, um willkommen zu wünschen.
00:00:35: und dass ich heute ukrainisch ausgewählt habe, hat natürlich den Grund, dass wir uns einfach nur wünschen, dass dieser Krieg aufhört und dass wir an die Menschen in der Ukraine denken und uns wünschen, dass sie einfach ganz bald wieder in Frieden leben können.
00:00:51: Und deswegen war mir das wichtig, das einfach mal zu machen.
00:00:55: Und ja, das habe ich jetzt hiermit getan.
00:00:57: Leider hat es sich dann auch schon erledigt mit meinen ukrainischen Kenntnissen, aber der Wille ist da.
00:01:05: Ja, dabei fällt mir auch noch ein.
00:01:06: Wir hatten ja, als der Krieg begonnen hatte, auch eine tolle Aktion hier am Kant gemacht.
00:01:12: Ich habe mich da richtig darüber gefreut, wie sehr ihr euch da eingesetzt habt.
00:01:16: Nicht nur, dass wir das Zeichen gesetzt haben mit der Demo, als wir über die Magda-Lege laufen sind, sondern vor allem diese Spendenaktion.
00:01:23: Da ist so viel Geld zusammengekommen.
00:01:25: Ihr habt euch so ins Zeug gelegt.
00:01:27: Das ist einfach total großartig.
00:01:28: Das wollte ich noch mal sagen.
00:01:29: Und ich bin da richtig stolz auf die Kantgemeinde.
00:01:32: Dass da irgendwie so ein Betrag von meines siebzehntausend Euro bei rumgekommen ist, einfach fantastisch.
00:01:39: Und vielleicht hilft es ja.
00:01:41: Zumindest in kleinen.
00:01:42: wird es irgendwo geholfen haben oder wird es noch helfen, dass wir das gemacht haben.
00:01:47: Und ja, da freue ich mich einfach drüber.
00:01:51: Ansonsten wisst ihr, ich bin ja nie alleine im Studio, sondern auch heute habe ich wieder einen richtig tollen Studio-Gast eingeladen.
00:01:58: Und zwar möchte ich Sie jetzt mal vorstellen, das ist die Simone Adler, unsere liebe Schulsozialarbeiterin.
00:02:04: Hallo, guten Morgen, Simone.
00:02:06: Hallo,
00:02:06: guten Morgen, Nina.
00:02:07: Wie geht's dir heute Morgen?
00:02:09: Mir geht's gut.
00:02:10: Die Sonne scheint, ich bin beim Rad gekommen.
00:02:14: Ich komme ja immer früh in die Schule und mir geht's gut.
00:02:17: Ja, damit hast du schon erwähnt.
00:02:19: Wir haben uns tatsächlich jetzt schon zur ersten Stunde getroffen, um das hier aufzunehmen.
00:02:23: Also ich finde uns sehr wacker.
00:02:26: Aber ja, dein Schulter beginnt also immer früh.
00:02:29: Damit sind wir eigentlich schon direkt da, was
00:02:31: ich
00:02:32: als erstes gerne mal so von dir erfahren würde.
00:02:34: Weil wir kennen dich natürlich alle, die ganze Kantgemeinde kennt dich und ich würde einfach mal gerne erfahren.
00:02:43: Was genau machst du hier bei uns am Kant?
00:02:45: Ja, also meine Hauptarbeit, sage ich mal, ist Beratung.
00:02:53: Und ich berate Schüler und Schülerinnen, ich berate Eltern und ich berate Lehrer und Lehrerinnen.
00:03:00: Und das ist einfach der Hauptteil.
00:03:03: Und dann, genau, es ist ja auch so, dass ich im Moment, also ich habe ja eine volle Stelle hier und bin ja jetzt auch schon einige Jährchen hier.
00:03:12: Und von da, denke ich, kennen mich eigentlich auch alle oder die meisten zumindest.
00:03:17: Ich habe ja auch eine neue Kollegin.
00:03:19: Ja, genau.
00:03:20: Die Esther Groß.
00:03:21: Und wir haben uns das ja aufgeteilt, weil sonst wird das so schwierig.
00:03:26: Die Esther Groß hat eine halbe Stelle hier und ist jetzt für die Unterstufe zuständig, was ich ja vorher auch gemacht habe und auch gerne gemacht habe.
00:03:36: Also ich fand das auch toll.
00:03:38: Also praktisch für die Klasse
00:03:39: fünf und sechs.
00:03:40: Genau, Klasse fünf und sechs.
00:03:44: Und ich bin jetzt für die Mittelstufe und für die Oberstufe zuständig.
00:03:49: Das mache ich aber auch total gerne.
00:03:51: Ich war ja eine ganz lange Zeit auch für alle sogar zuständig, weil es irgendwie keine Stelle nicht besetzt war.
00:04:00: Ja, aber ich freue mich, dass ich jetzt einfach wieder so ein bisschen mehr Zeit auch habe.
00:04:04: Und also wie gesagt, um da nochmal darauf zurückzukommen, der Hauptteil meiner Arbeit ist die Beratung.
00:04:09: Und dafür braucht man genau diese Zeit, die du gerade erwähnt
00:04:12: hast.
00:04:12: Da braucht man die Zeit und ich habe auch vorher noch die Übermittagbetreuung.
00:04:17: Ich hatte die ganze Organisation und war fast jeden Tag mit drin.
00:04:23: Irgendwer fehlt fast immer.
00:04:25: Ich hatte keine Zeit mehr.
00:04:27: wenn man dann mit Personen spricht.
00:04:30: Und dann muss man auch immer irgendwas mal nach und vorbereiten und sich noch mal Gedanken machen.
00:04:37: Und dazu hatte ich eigentlich keine Zeit mehr.
00:04:39: Von daher ist das toll, dass ich da jetzt eine Unterstützung
00:04:42: habe.
00:04:43: Ja, das glaube ich.
00:04:44: Wenn du Beratung sagst, was genau stellt oder müssen wir uns darunter vorstellen?
00:04:49: Ich glaube, da gibt es ja wahrscheinlich ganz vielfältige Dinge, die dazu gehören.
00:04:53: Genau.
00:04:54: Also die meisten denken ja immer, dass sie das beraten, dass man dann ganz, dass man Probleme hat.
00:05:01: Und stimmt natürlich auch.
00:05:02: Es gibt natürlich sehr viele Schüler und Schülerinnen, aber auch Eltern oder auch Lehrer und Lehrerinnen, die durchaus Schwierigkeiten und Probleme ansprechen oder wenn man sich über irgendetwas Sorgen macht.
00:05:16: Und natürlich ist das ein einer der Punkte, wo man ... mit mir dann natürlich sprechen kann und wo ich mich dann schon sehr bemühe im Gespräch, dass wir dann eine Lösung finden.
00:05:29: und manchmal kommt man gemeinsam drauf, manchmal mache ich Vorschläge, es ist freiwillig, keiner muss das umsetzen, so, da geht es ja eher darum, gemeinsam einfach einen Lösungsweg zu finden.
00:05:44: Es gibt aber auch... Also neben den ganzen Problemen, die so auftauchen können mit Mitschülern und Mitschülerinnen, mit Lehrern, mit Leistung, mit Prüfungsangst, mit Mobbing, mit was es alles gibt an Themen.
00:06:02: Ich kann jetzt nicht alle aufzählen.
00:06:04: Aber es gibt auch viele Schüler und Schülerinnen, die kommen, weil sie zum Beispiel Klassenparten werden wollen oder weil ... weil sie selber eine Idee für eine AG haben oder weil sie für eine bestimmte Klasse einen konkreten Vorschlag haben und nachfragen, wie man das umsetzen kann.
00:06:25: Also es gibt auch, es gibt auch ganz positive Bereiche.
00:06:31: oder es gibt auch, ich hol ja auch öfter Schüler und Schülerinnen, wenn sich das nicht anders regeln lässt, auch manchmal aus einer Klasse raus.
00:06:41: Und da geht es eben auch häufig nicht darum, jetzt Schwierigkeiten zu besprechen, manchmal auch, sondern oft geht es auch darum, Schüler und Schülerinnen nochmal um Unterstützung zu bitten zum Beispiel.
00:06:58: Also wenn andere Mitschüler und Mitschülerinnen sich nicht wohl fühlen, dann brauche ich manchmal die Unterstützung.
00:07:05: von anderen.
00:07:06: Und das kann ich nicht immer so allein bewältigen, weil ich ja im Alltag so in der Stunde und in den Pausen auch eigentlich gar nicht dabei bin.
00:07:13: Also es geht auch da oft um ja Unterstützungsanfragen.
00:07:20: oder es geht auch manchmal darum, nochmal eine Einschätzung zu bestimmten Situationen zu bekommen.
00:07:28: Ja, und das finde ich irgendwie ganz wichtig.
00:07:30: Oder manchmal geht es auch darum, dass jemand mich um Nachhilfe gebeten hat und ich organisiere das und dann muss ich irgendwie auch Bescheid geben oder schnell auch die beiden vorstellen.
00:07:42: Und also es geht nicht immer darum, dass es nur Schwierigkeiten sind und schon gar nicht geht es bei mir darum, dass ich jemandem Ärger kriege, sondern es geht immer um ein Gespräch.
00:07:57: alle Seiten an.
00:07:59: Und klar sage ich manchmal meine Meinung dazu, sag manchmal, ja gut, das finde ich auch jetzt nicht so in Ordnung, wie das gelaufen ist und begründet das, aber Es wird niemand bestraft bei
00:08:13: mir.
00:08:14: Du hast ja
00:08:14: gesagt,
00:08:16: die Beratung steht ja im Vordergrund.
00:08:18: Und Beratung inhaltet das ja gar nicht.
00:08:22: Finde ich auch wirklich gut, dass du das noch mal so sagst.
00:08:27: Das macht ja deine Rolle hier aus.
00:08:28: Das ist ja eben auch eine andere Rolle, die wir als Lehrerinnen und Lehrer hier haben.
00:08:34: Und deswegen kann ich auch immer nur für mich sagen, ich bin total froh, dass wir dich haben.
00:08:38: Das ist ja für uns auch eine sehr große Hilfe und eine sehr große Entlastung, die wir haben dadurch, dass wir wissen, wenn es eben Sachen sind, die mehr Beratung erfordern.
00:08:51: dass wir die Schülerinnen und Schüler zu dir schicken können.
00:08:55: Und das finde ich auch echt super.
00:08:58: Bist du denn mit Schulsozialarbeit so, war das so was, dass du gesagt hast, das wollte ich immer schon machen, das finde ich total spannend von Anfang an?
00:09:05: Oder wie kam das, dass du da so reingeraten bist?
00:09:09: Ja, nee, das wollte ich nicht von Anfang an.
00:09:11: Ich kannte das am Anfang gar nicht nach meinem Studium.
00:09:15: Ich hab nach meinem Studium Vorschulleziehungen gemacht und hab in einer freien Kindergruppe gearbeitet, hab hier geleitet.
00:09:23: Das
00:09:23: war was ganz anderes.
00:09:24: Ganz anderes gemacht.
00:09:25: Und dann dazwischen war ich in der Jugendberufshilfe.
00:09:31: Eigentlich die ganze Zeit.
00:09:32: Ich hab auch eine zwei Jahre lang Selbstbehauptung gemacht für Mädchen.
00:09:39: Ich hab schon viele verschiedene Sachen gemacht.
00:09:41: Und Schule kam erst ... sehr viel später dazu.
00:09:46: Und hat sich durch, da habe ich beim Haviksbecker Modell gearbeitet und da gab es eben einen Bereich, da ging man in die Schule und hat den Schulabgängern nochmal eine spezielle Unterstützung angeboten, also die, wo es sage ich mal vom Abschluss her und von den Zensuren und die oder die auch keine berufliche Idee hatten, also die noch mal eine ganz enge Begleitung und Unterstützung bekommen haben.
00:10:17: Und dadurch bin ich überhaupt so ein bisschen in diese Schulsozialarbeit irgendwann reingerutscht und habe dann erst an der Hauptschule in Lüdinghausen als Vertretungsstelle Schulsozialarbeit gemacht.
00:10:30: Und das fand ich schon toll.
00:10:32: Also da habe ich mich sehr wohlgefühlt.
00:10:35: fühlt und habe auch meine Arbeit geliebt.
00:10:39: Ja.
00:10:40: Und ja, und da das eine Vertretungsstelle war, bin ich dann irgendwann hier, wo die Stelle hier ausgeschrieben und bin ich dann ans Krank gekommen.
00:10:49: Und wie lange bist du jetzt schon hier?
00:10:52: Also ich bin jetzt, im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:10:55: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:10:56: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre
00:10:57: hier.
00:10:57: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:10:59: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:00: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:02: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:04: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:06: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:08: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:10: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:12: Ah, guck, dann ... ... im Dezember bin ich zehn Jahre hier.
00:11:14: Ah, guck, dann ... ... im Dez Oder wäre das jetzt schon zu
00:11:17: weit gefragt?
00:11:19: Fragen
00:11:19: wir an das.
00:11:21: In welchen Dingen berätst du Eltern denn?
00:11:25: Ja, auch das ist total vielfältig.
00:11:28: Es gibt Eltern, die sich von sich aus melden.
00:11:34: Manchmal, also häufig hat es natürlich mit Leistung zu tun und das sehen oder dass ihre Kinder sich nicht konzentrieren können.
00:11:44: Es hat auch häufig damit zu tun, dass sie sich in der Klasse nicht so integriert fühlen.
00:11:50: Und es gibt auch viele Eltern natürlich, die sich melden, wenn die Kinder, es gibt auch Kinder, die Schulangst entwickeln und morgens immer am liebsten nicht in die Schule wollen oder mit Bauchschmerzen in die Schule gehen.
00:12:05: Also es gibt ganz viel, es gibt auch, wenn Kinder oder Schüler und Schülerinnen ... es ihnen psychisch nicht gut geht, dass sie da irgendwie noch mal fragen, nachhören und ins Gespräch gehen.
00:12:20: Was können wir tun?
00:12:21: Wie können wir das unterstützen?
00:12:23: Haben Sie einen Rat für uns?
00:12:24: Ja,
00:12:25: das ist doch gut.
00:12:26: Und dass man eben überlegt, was können wir hier an der Schule anbieten, damit Schüler und Schülerinnen sich wohlfühlen und sich aufgehoben fühlen und wieder zur Schule kommen.
00:12:38: Und manchmal braucht man auch von außen noch mal auch da gucke ich, welche Beratungsstelle oder manchmal ist es auch ein Therapieplatz, der sinnvoll ist, also auch da biete ich natürlich dann Unterstützung an.
00:12:54: Es gibt, die Themen sind wirklich
00:12:56: vielfältig.
00:12:57: Du hast ja eben mal erwähnt, dass, als du praktisch mit deiner Ausbildung, also deinem Studium fertig warst, dass es da Schulsozialarbeit eigentlich so in dem Sinne noch gar nicht gehabt, wie war denn so deine eigene Schulzeit für dich?
00:13:09: Kannst du uns da was drüber erzählen?
00:13:11: Ich könnte mir vorstellen, dass das den einen oder anderen Zuhörer interessieren würde.
00:13:16: Ich bin zuerst auf der Realschule gewesen.
00:13:19: Ich bin hier in Münzer geboren und war auf der Paul-Gert-Realschule.
00:13:23: Das ist heute die Gesamtschule Mitte.
00:13:26: Ach so?
00:13:26: Ja, die gibt es nicht mehr.
00:13:27: Danach bin ich zum Hit-Off gegangen, zum Hit-Off-Gymnasium.
00:13:32: Ich bin nie wirklich ... Also in der Grundschule noch und am Anfang Realschule auch und auf der Realschule fing das aber schon so an, dass ich nicht so richtig gern zur Schule gegangen bin.
00:13:46: Ich fand es immer toll, da meine Freundinnen und Freunde zu treffen.
00:13:50: Aber ich fand es immer sehr anstrengend, weil ich auch ... Weil ich einfach sehr, sehr schüchtern war.
00:13:58: Tatsächlich.
00:13:58: Tatsächlich.
00:13:59: Also, nündliche Mitarbeit wurde mir immer gesagt, müsste auf jeden Fall verbessert
00:14:07: werden.
00:14:07: Na, sowas.
00:14:08: Du bist ja auch so ein schweigsame Mensch.
00:14:10: Nein, das hab ich dich gar nicht erlebt.
00:14:12: Ich mein, man entwickelt sich.
00:14:14: Man entwickelt sich.
00:14:16: Aber du warst also eher so eine ruhige Stille.
00:14:17: Ich
00:14:18: war eine ganz ruhige Schülerin und das beeinflusst einen sehr stark.
00:14:25: Das macht Unterricht oft sehr anstrengend und man ist oft so in so einer schwierigen... Gefühlswelt auch, finde ich.
00:14:35: Dann immer so, werde ich jetzt dran genommen, das weiß ich nicht.
00:14:40: Kann ich nicht gut erklären und hoffentlich muss ich nicht an die Tafel.
00:14:44: Das stresst schon auch ganz schön.
00:14:46: Das
00:14:46: glaube ich.
00:14:47: Ich fand das sehr anstrengend.
00:14:49: Aber
00:14:50: ganz kurz, dann hast du ... Kannst du ja auch Schüler, die so etwas jetzt auch erleben, denke ich, sehr gut verstehen und vielleicht auch sehr gut beraten?
00:14:58: Ja, das ist immer so eine Sache.
00:15:01: Also ich kann die auf jeden Fall sehr, sehr gut verstehen.
00:15:04: Ich weiß, dass das schwierig ist.
00:15:06: Ich weiß auch, dass das schwierig ist, das zu verändern.
00:15:09: Natürlich berät man und sagt, versuch dies mal, trau dich einfach mal.
00:15:15: Nicht so häufig, aber hin und wieder, weil Lehrer das ja durchaus auch dann als positiv waren.
00:15:21: und man guckt immer nach Alternativen.
00:15:23: Wie kann ich mich sonst zeigen, damit die mündliche Note nicht so runterrutscht?
00:15:29: Aber es ist sehr schwer.
00:15:32: Ich denke auch, dass ich da schon eine ziemliche Entwicklung hingelegt habe, aber es ist ja auch sehr lange her.
00:15:38: Ich glaube, dass man sich nach Schule noch mal ganz schön verändert.
00:15:42: In Schule
00:15:43: sich zu verändern, das ist oft so festgeschrieben, diese Rollen, die man so hat.
00:15:50: Das ist, glaube ich, sehr, sehr schwer manchmal.
00:15:52: Ich will nicht sagen, dass es gar nicht gelingt, aber sehr schwer.
00:15:55: Ja, aber ich glaube auch, dass die Entwicklung, die man dann nach dem Schulabschluss und mit seiner Ausbildung mit Studium und allem, was danach kommt, da macht man ja noch mal ... Einiges durch, gar nicht im Negatim, sondern allgemein.
00:16:09: Man erlebt einfach unglaublich viel, was einen dann auch noch prägt.
00:16:13: Ja, man kann wirklich nochmal neu starten.
00:16:15: Natürlich verändert sich jetzt nicht die ganze Persönlichkeit aus einem... Ganz stillen wird nicht in, sag ich mal, Prüfungs- oder Studiensituationen.
00:16:28: Nicht auf einmal jemand, der total offen wird, selten.
00:16:33: Aber insgesamt verändert man sich noch mal und hat wirklich einen Neustart.
00:16:37: Ja klar, denn das Umfeldschule prägt einen ja ungemein und lässt einen ja auch über viele Jahre gar nicht los.
00:16:45: Und ich denke auch oft so ... Wir haben eben drüber gesprochen, du hast ja vielfältige Beratungen.
00:16:52: Natürlich auch Mobbing zählt dazu.
00:16:55: Ich stell mir immer so vor, dass das gerade heute ... seit vielen Jahren, seitdem es eben Handys gibt und diese Möglichkeit dauernd miteinander zu kommunizieren, dass es das auch irgendwie noch verschärft, solche Situationen, weil die irgendwie nie abschalten können.
00:17:08: Erlebst du das in deiner Beratungstätigkeit?
00:17:10: Ja, ganz viel.
00:17:11: Das ist immer wieder Thema.
00:17:13: Da gibt es natürlich immer wieder Vorfälle, was passiert, die passieren und wo das schon ein ungeheures Ausmaß dann hat.
00:17:22: Und das ist schon in, zumindest so, in meiner Erinnerung zu früher.
00:17:28: wir diese Medien nicht hatten, natürlich gab es auch diese Auseinandersetzung, natürlich gab es Mobbing, das ist ja völlig klar, aber das blieb dann mehr in einer Gruppe oder mit Einzelnen oder höchstens in der Klasse, dass sich das so auf Jahrgangsstufen, ganze Schulen, sogar auf andere Schulen hier in Münster sich das so durchzieht, dass das Ja, das ist relativ neu und auch ständig damit beschäftigt zu sein.
00:18:00: Alle mischen sich ein.
00:18:02: Das ist auf jeden Fall sehr problematisch dabei, finde ich.
00:18:07: Ja,
00:18:07: und zu Hause dann auch eigentlich nicht mehr diesen Schutzraum zu haben.
00:18:11: Wo man sagen kann, klar, es war ein Konflikt heute in der Schule, aber jetzt bin ich erst mal zu Hause, jetzt kann ich erst mal entspannen.
00:18:16: Sondern dann oft ja noch, dann kommt noch eine Nachricht und noch eine Nachricht und dann kommt noch ein Foto und dann ... Das ist mir echt schwierig.
00:18:24: Ja, das ist auch schwer.
00:18:29: Dann stelle ich mir jetzt mal vor, wir könnten uns eine Schule basteln, unsere Traumschule, unsere Traumschule der Zukunft.
00:18:36: Was wäre so dein Wunsch dafür?
00:18:37: Gibt es da was, wo du sagst, das würde ich gerne dran drehen, das würde ich gerne ein bisschen ändern?
00:18:42: Traumschule.
00:18:43: Da würde mir wahrscheinlich, wenn ich da erst mal drüber nachdenke, ganz viel einfallen.
00:18:47: Spontan würde ich erst mal sagen, mir ist wirklich total wichtig, dass alle gerne ... So halbwegs.
00:18:55: Man hat immer Tage, wo man nicht so gerne geht oder irgendwas, wovor man vielleicht auch nicht so Lust hat.
00:19:00: Aber eigentlich, dass man gerne zur Schule geht, dass man sich sicher fühlt.
00:19:04: Respekt, muss ich noch mal sagen, ist wirklich so, finde ich, immer so besonders wichtig.
00:19:09: Und wenn Schule es schafft, das umzusetzen
00:19:12: und
00:19:12: Schüler und Schülerinnen so abzuholen, dass man sich wirklich eigentlich wohl fühlt.
00:19:20: Das wäre für mich eine Traumschule und ich würde ja so denken, ich kann das nicht so konkret jetzt benennen, da müsste man mal so konkreter in die Planung gehen, aber es gibt ja auch schon hin und wieder so freie Schulen, die ganz anders arbeiten.
00:19:36: Also ein bisschen mehr Freiraum für Schüler und Schülerinnen und auch mehr Wahlmöglichkeiten.
00:19:43: So was fände ich auch einfach toll.
00:19:45: Kleine Gruppen fände ich toll.
00:19:46: Also kleinere Klassen.
00:19:48: Oh ja, ne?
00:19:49: Die will
00:19:49: wir uns alle wünschen.
00:19:52: Also das finde ich auch richtig gut und viele, viele Möglichkeiten.
00:19:56: Das würde immer auch bedeuten, dass man eigentlich auch noch mehr Personal zur Verfügung hat, was sich kümmern kann und dass man andere Aufteilungen vornehmen kann.
00:20:06: Also wenn sich bei Schülern und Schülern irgendwas entwickelt, was es schwierig macht und wo es kleine Auszeiten geben sollte und dass man das gut auffangen kann.
00:20:17: Auch das finde ich toll.
00:20:18: Also.
00:20:21: Auch ein Thema ist für mich auch Inklusion.
00:20:25: So wie sie jetzt stattgefunden hat, zum Teil oder auch vielleicht gescheitert ist, so stelle ich mir Inklusion eben überhaupt nicht vor.
00:20:34: Ich möchte das jetzt nicht so ausführen.
00:20:35: Das ist echt ein Riesenthema.
00:20:37: Aber so stelle ich es mir gar nicht vor.
00:20:39: Aber wirklich gemeinschaftlich zu leben und zu lernen in einer Form, das finde ich eigentlich auch wichtig und finde ich auch... wäre auch ein Traumziel.
00:20:52: Ja, und das wird in anderen europäischen Ländern durchaus auch so gemacht.
00:20:55: Die können ja so ein System von speziellen Schulen für, ja, sei es körperbehinderte oder geistig behinderte Menschen gar nicht, also so ein System von Förderschulen.
00:21:05: Und da könnte man ja durchaus auch sich durch mal Beispiele holen, sich Anregungen holen, wie man das besser umsetzen kann, als das halbherzige, wie es jetzt passiert ist.
00:21:16: Und eben, wie du sagst, ich glaube, es ist auch ... viel dann im Sande verlaufen mit der Inklusion.
00:21:21: Ganz
00:21:22: viel.
00:21:23: So dieses gemeinschaftliche Leben auf allen Eben, das fände ich schon auch ein Traumziel.
00:21:29: Genau.
00:21:30: Und das würde ja dann auch noch mal diese Aspekte von Respekt und einem Gefühl von Sicherheit an der Schule Raum geben, was du am Anfang erwähnt hast für so eine Traumschule.
00:21:44: Okay, ja, wir haben immer viele Ideen, wie wir etwas hier am System verbessern können.
00:21:52: Und
00:21:54: unsere Schule ist ja benannt nach einem wunderbaren Philosophen, unserem Immanuel Kant.
00:21:58: Und ihr wisst ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, die eben ihr immer so treu zuhört und die treu erhaltet natürlich auch.
00:22:06: dass ich den Podcast immer gerne damit schließe, dass meine Zuhörer ihr könnt mir auch gerne ein Kanzitat schicken.
00:22:17: Ich wollte natürlich sagen, dass mein Gast heute ein Kanzitat mitgebracht hat.
00:22:23: Und ja, ich denke, Simone, du kannst das jetzt mal eben vorlesen und dann ein bisschen was sprechen.
00:22:30: Ja, das mache ich.
00:22:35: Hilfe!
00:22:39: Der ewige Friede ist keine leere Idee, sondern eine Aufgabe, die nach und nach aufgelöst ihrem Ziele beständig näher kommt.
00:22:50: Ja, also das Zitat ist mir einfach direkt... hat mich angesprungen und das hängt natürlich jetzt mit der Zeit zusammen.
00:22:58: Du hast es am Anfang ja auch schon gesagt, dass wir uns ja alle nach Frieden sehen und dass... Ich mir das vor einiger Zeit hier in Europa überhaupt nicht vorstellen konnte, dass es noch mal dazu kommt.
00:23:12: Ich glaube, es konnte sich kaum jemand vorstellen.
00:23:14: Jetzt ist es so weit und das finde ich, ich glaube, das finden wir alle schrecklich und löst Ängste aus und mir tut das für die Menschen einfach wirklich wahnsinnig leid.
00:23:26: und dieses Zerstören und das Töten, also furchtbar, finde ich ganz furchtbar.
00:23:35: Ja,
00:23:35: und ich ... Sorry.
00:23:37: Ja, ach
00:23:37: mal.
00:23:38: Nee, sag euch.
00:23:39: Ich glaub, das ist eine Daueraufgabe.
00:23:43: Selbst wenn wir hoffentlich eine Lösung finden und dieser Krieg auch beendet wird, müssen wir trotzdem immer wieder daran arbeiten, unaufförlich, dass man Frieden hat und auch Frieden im Kleinen.
00:23:59: Es gibt da ja viele Untertschüsse.
00:24:01: Es geht ja nicht nur um den.
00:24:03: Den Krieg oder Weltkrieg, sondern es gibt ja auch viele Unterthemen, wo es um Frieden geht.
00:24:09: Das stimmt.
00:24:10: Und das kannte ja auch schon in dem Zitat ganz gut gesagt, Frieden ist einfach eine Aufgabe, dass es nichts, was so selbstverständlich ist und was man als selbstverständlich hinnehmen kann.
00:24:20: Wobei wir das wahrscheinlich eben in den letzten Jahrzehnten in gewisser Weise in Europa konnten und getan haben.
00:24:25: Aber jetzt eben leider diesen gewissen Rückschritt ja eigentlich in der Geschichte fast schon erleben.
00:24:32: der mich als Geschichtslehrerin auch noch mal in einer anderen Sichtweise betroffen macht, glaube ich, wie du sagst, es sind ja alle völlig betroffen davon und machen sich Gedanken und Sorgen.
00:24:47: Aber ja, man hätte sich das einfach, wie du glaube ich auch schon eben ausgesehen, gar nicht mehr vorstellen können in unserem friedlichen kleinen Europa, dass da jetzt noch mal so viel Aggression passieren würde.
00:24:59: Ja, wir wünschen uns das, glaube ich, alle.
00:25:01: Ja, auf jeden Fall.
00:25:02: Ja, und ja, vielleicht schließen wir das damit hier jetzt auch mit dem großen Wunsch nach Frieden den Kant.
00:25:10: und jetzt eben Simone Hartler und ich ausgedrückt haben.
00:25:16: Ihr habt die Möglichkeit, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dass ihr mir auch eine E-Mail schreibt, als Reaktion auf diesen Podcast oder um Anregungen zu geben, um Wünsche zu äußern.
00:25:28: Die Adresse ist podcast.at kannt.ms.de und ich würde mich total freuen, wenn ich ganz viele Nachrichten bekomme.
00:25:36: Ich bedanke mich noch mal ganz herzlich bei dir, Simone.
00:25:39: Gerne, habe Spaß gemacht.
00:25:41: Ja,
00:25:41: finde ich auch.
00:25:42: War sehr angenehm, mit dir zu sprechen.
00:25:43: Ich fühle mich wirklich wie im Tonstudio.
00:25:46: Ja,
00:25:46: siehst du?
00:25:47: Also, wenn ihr uns hier sehen könntet, ihr würdet von Night Ablassen in welcher hervorragenden Atmosphäre wir hier diese Aufnahme machen.
00:25:55: Vielleicht lassen wir euch ja mal ein Foto auf der Homepage zukommen, mal gucken.
00:26:00: Okay, ja, ich wünsche euch noch einen wunderbaren Tag oder Abend, wann auch immer ihr das jetzt gerade hier hört.
00:26:07: Und hoffe, dass ihr beim nächsten Mal auch wieder dabei
00:26:09: seid.
00:26:11: Und ja, alles Liebe, bis zum nächsten
00:26:13: Mal.
00:26:13: Eure Nina und Simone, schönen
00:26:15: Tag.
00:26:15: Tschüss.
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