Folge 9 - PodKANT mit WDR Moderator Tobias Häusler

Shownotes

Seine Stimme wird euch bekannt vorkommen: Der ehemalige Kantianer Tobias Häusler moderiert als Journalist nicht nur Magazine im WDR Fernsehen und auf WDR 2, sondern ist auch Station-Voice bei einem sehr beliebten Radiosender hier im Land. Was er außerdem mit der TV-Show “Villa der Versuchung” zu tun hat und warum seine Zeit am KANT eine sehr besondere war, könnt ihr hier in der neuesten Folge des PodKANT hören!

Kontakt: podkant@kant.ms.de Moderation: Nina von Manstein Technik: Timo Becker

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen, Laskáwo prósymo, liebe Kantianer und Kantianerinnen.

00:00:05: Willkommen zum PodKANT des Immanuel-Kant-Gymnasiums.

00:00:09: Wir haben uns so lange nicht gehört und ich bin total froh, dass es endlich mal wieder klappt, dass ich die Zeit finde, für euch diesen Podcast aufzunehmen.

00:00:19: Und irgendwie auch für mich, weil ich mache es ja total gerne, das wisst ihr ja.

00:00:22: Und das hört ihr hoffentlich auch raus.

00:00:24: Ja, das Jubiläumsjahr, das vergangene Schuljahr, es war ... einfach absolut großartig, bombastisch und deswegen fehlte auch die Zeit für den Podcast.

00:00:34: Dafür starte ich heute richtig durch und bin wirklich froh, dass ich auch einen ganz besonderen Gast für euch eingeladen habe.

00:00:42: Ich bin mal gespannt, ob der ein oder andere, die ein oder andere von euch ihn kennt oder zumindest die Stimme er kennt.

00:00:50: Heute ist nämlich bei mir der ehemalige Kantiana und Radio- und Fernsehmoderator Tobias Häusler.

00:00:57: Herzlich willkommen.

00:00:58: Herzlichen Dank.

00:00:59: Was für eine schöne Erfahrung, wieder in diesen Schulgebäuden zu sein.

00:01:02: Da fahre ich nicht, jetzt zum Jubiläum natürlich einmal.

00:01:05: Und jetzt direkt schon wieder zum Podcast.

00:01:07: Danke für die Einladung.

00:01:08: Ja, du hast schon eben gesagt, ganz ungewohnt, Jahre lang gar nicht hier gewesen, jetzt direkt zweimal kurz nacheinander.

00:01:13: Wie fühlt sich das an?

00:01:14: Also ich habe schon, das ist erstmal, findet man sich ja sofort wieder zu Recht.

00:01:17: Die Gerüche sind sehr ähnlich.

00:01:19: Ich stand mal in so einer Behörde, so einen Zwischenflur.

00:01:22: Behörde hatte auch diesen braunen Knoppenboden.

00:01:25: Der Geruch kam sofort wieder ins Hirn.

00:01:28: Und ich dachte, ich sei wirklich weit von hier entfernt.

00:01:30: Ich sei wieder am Kant-Gemnasium.

00:01:31: Es gibt einen Kantgeruch, den man an manchen Stellen in Deutschland wiederfinden kann.

00:01:35: Das

00:01:35: ist unfassbar, weil ich genau das gleiche Gefühl hatte, als ich hier am Kant angefangen habe zu arbeiten.

00:01:41: Denn meine Schule stammt ungefähr aus dem gleichen Baujahr wie das Kant, an die ich als Schülerin gegangen bin.

00:01:47: Und wir hatten auch diesen Notenboden.

00:01:49: Und ich kam rein und dachte direkt, oh, riecht wie meine Schule, an der ich als Schülerin war.

00:01:52: Dann

00:01:53: ist der Boden das Geheimnis, dann brauche ich den für zu Hause.

00:01:55: Ja, genau.

00:01:56: Wenn du dich so gut wohlgefühlt hast, die am Kant, dass du den Geruch zu Hause haben möchtest, das finde ich ja total gut.

00:02:02: Da kommen

00:02:02: wir noch drauf.

00:02:03: Da kommen wir noch drauf.

00:02:04: Erstmal würde ich tatsächlich gerne ein bisschen was über dich erfahren, was heute so bei dir im Leben passiert.

00:02:10: Ich habe eben schon dich angekündigt als Radio- und Fernsehmoderator.

00:02:15: Magst du unseren Zuhörern und Zuhörerin mal erzählen, was du so für Sendung moderierst, bei welchen Sender du überhaupt bist?

00:02:22: Äh, gern.

00:02:23: Ich habe mir aus verschiedenen Tätigkeiten ein Mosaic zusammengelegt, was ich heute Beruf nenne.

00:02:29: Das sind etwa im Jahr achtzig, neunzig Tage Fernsehen.

00:02:33: Da moderiere ich die landesweiten Nachrichtenmagazine im WDR Fernsehen, nicht zu verwechseln mit der Lokalzeit, sondern die landesweiten aus Köln.

00:02:40: Das sind die Sendungen mit dem roten Tisch WDR Aktuell, Aktuelle Stunde, der rote Tisch.

00:02:43: Das ist mein Arbeitsplatz.

00:02:44: Wollte ich grad sagen, der ist sehr markant und ich hätte auch WDR aktuell, also das kennt man ja schon.

00:02:49: WDR zwei, das ist meine Radio-Tätigkeit.

00:02:51: Man ja auch so dreißigvierzig Tage im Jahr hat Gründe.

00:02:55: Man darf noch eine bestimmte Anzahl an Tagen überhaupt nur für den WDR arbeiten.

00:02:59: Also alle, die ihr im Fernsehen seht, alle, die ihr im Radio hört, sind Freiburg.

00:03:03: Und damit auch nicht mal der Anschein von Scheinselbstständigkeit aufkommt, haben wir, sind wir, gedeckelt, auf eine bestimmte Tagesanzahl im Jahr.

00:03:10: Ich mache also diese hundertzwanzig Tage, die es sind, noch voll mit Radio, weil ich dadurch keine ganzen Wochen moderieren kann, bin ich sehr viel am Wochenende zu hören.

00:03:18: Bin so ein bisschen der König der Randschichten, wie ich sage, aber Radio bleibt meine große Leidenschaft.

00:03:22: Außerdem bin ich die Stimme, das wissen viele nicht, das steht auch nirgendwo.

00:03:26: Ich bin die Stimme von WDR vier.

00:03:27: Wusstest du das?

00:03:28: Ja, das wusste ich.

00:03:29: Ja, und zwar habe ich gelernt, das heißt Station Voice.

00:03:33: Also wir benutzen ja immer sehr gerne Englizismen im Deutschen, also englische Begriffe für irgendwas, was man vielleicht auch auf Deutsch hätte ausdrucken können.

00:03:40: Das sind mal Senderstimme, vielleicht.

00:03:41: Ja, da eigentlich auch gar nicht so schlecht.

00:03:44: Ja, ist vielleicht schon zu viel, weil im Grunde bin ich, ich bin wirklich nur, also alle drei Minuten hört ihr mich da.

00:03:49: Wir haben übrigens sehr viele junge Hörerinnen und Hörer, zeigt uns die Marktforschung.

00:03:52: Es gibt sechzehnjährige, achtzehnjährige, die legen zu Hause auf Partys Fleetwood Merk auf.

00:03:57: absolut.

00:03:57: Also WDRvier, ich finde es auch ganz erstaunlich, mein älterer Sohn, neunzehn Jahre alt, hört WDRvier.

00:04:04: Das ist schon super.

00:04:05: Die steigen ins Auto, ich mach mal eins live aus, mach mal WDRvier an, das ist noch Musik.

00:04:10: Schon witzig.

00:04:11: Genau, soll ich mal machen?

00:04:12: WDRvier, achtziger und die größten Klassiker.

00:04:16: Alle drei Minuten.

00:04:17: Ich kann den Sender nicht mehr hören.

00:04:18: Ja, das glaubt ihr.

00:04:19: Das ist bestimmt total seltsam, wenn man seine eigene Stimme hört.

00:04:21: Vor allem, weil sie auch immer anders klingt.

00:04:23: Das kennt ihr bestimmt ja auch, liebe Schülerinnen und Schüler, wenn ihr euch aufnehmt für Unterrichtszwecke oder Privat.

00:04:29: Und ihr hört euch das hinterher an, denkt man ganz oft.

00:04:32: So klingel ich, das ist ja seltsam.

00:04:34: Das habe ich mittlerweile allerdings dann auch Ende der Neunziger hinter mir gelassen.

00:04:37: Also ich wundere mich nicht mehr.

00:04:38: Im Gegenteil, das ist im Grunde ja mein Instrument.

00:04:41: Ich weiß ganz genau, wie es meiner Stimme geht.

00:04:44: Ich weiß ganz genau, wo sich steht, was sie jetzt braucht.

00:04:47: Jetzt zum Beispiel merke ich so in so einer Talkshow-Atmosphäre, wo ich der Gast bin.

00:04:52: Merke ich auch wie angespannt, also wie ich schon stützen muss, damit alles noch irgendwie halbwegs normal klingt.

00:04:57: Das ist ein Instrument, mit dem ich ja schon sehr, sehr lange arbeite.

00:05:00: Das kenne ich gut.

00:05:02: Du hast doch bestimmt eine besondere Ausbildung für die Stimme genossen, oder?

00:05:05: Bekommt man das gar nicht?

00:05:06: Wie immer habe ich sehr viel zugehört, sehr viel nachgemacht.

00:05:09: Und dann, glaube ich, ein, zwei, drei Mal Sprecherziehung in dem Sinne, dass ich ein etwas zu lautes Einatmen, was ich so als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als... als So.

00:05:26: ein Schnabatmen, das kann man aber durch Übungen wegtrainieren, ist mittlerweile weg.

00:05:29: Ja, das ist spannend.

00:05:31: Also, Station Voice haben wir jetzt schon gesagt, Radio Moderator, Fernsehen Moderator.

00:05:36: Ja, du möchtest...

00:05:37: Ich hab mega Flex.

00:05:38: Ich hab mega Flex, und zwar hier gerade bei den jungen Leuten.

00:05:40: Ich dachte mal, WDRvier, jetzt stehen sie alle da und applaudieren.

00:05:43: Was, wie toll.

00:05:45: Die Stimme von WDRvier kommt vom Kanton ein.

00:05:47: Die große Flex, irgendwie, für Informationen ist, ich war im Sommer die Stimme der Villa der Versuchung.

00:05:54: Du bist zu schön, um diese Sendung zu kennen.

00:05:56: Das ist Reality TV.

00:05:58: Verona Pot moderierte die im On, also war im Fernsehen zu sehen.

00:06:01: immer, es gibt so eine Entscheidungesequenz am Ende der Folge.

00:06:06: Und ich hab durch die Sendung geführt aus dem Off und viele Schülerinnen und Schüler.

00:06:10: Also gerade in diesem Alter kennen diese neue Serie Sat.Eins und Join Willer der Versuchung.

00:06:15: Ich hab mich echt breitschlagen lassen, aber egal wo ich hinkomme, ach du, was ist das?

00:06:18: Also das ist jetzt das große neue Ding.

00:06:21: Ich muss mich tatsächlich outen, ich habe das schon mal gehört, aber ich habe noch nie reingeschaltet.

00:06:26: Das geht zu, werde ich jetzt auf jeden Fall mal machen, weil da muss ich doch mir mal anhören.

00:06:29: Ist bei Joyn

00:06:30: noch zu sehen und die nächste Staffel, ich glaube, die wird es auch geben, also Gott sei Dank lief es erfolgreich.

00:06:35: Ich bin auf Bühnen unterwegs, moderiere viele Veranstaltungen, also die dort und als Trainer bringe ich noch ein paar Dinge Menschen bei.

00:06:42: Auf Podcast habe ich auch noch.

00:06:43: Also sind schon viele, viele Tätigkeiten.

00:06:45: Ja, das habe ich auch schon herausgefunden.

00:06:48: Interessieren würde mich natürlich schon, ob du da auch mal so mit richtigen Promis zusammengekommen bist.

00:06:53: Also jetzt haben wir gerade von Verona Pot gehört.

00:06:55: Ich weiß gar nicht, ob ja.

00:06:56: vielleicht durch diese Sendung kennen viele Schülerinnen und Schüler sie jetzt auch.

00:06:59: Aber ansonsten, wen hast du da so zu bieten?

00:07:02: Oder gab es jemanden, wo du sagst, das war besonders aufregend?

00:07:05: Ich

00:07:05: habe bei WDR II in meinen ersten Jahren eine Talkshow.

00:07:10: Und Deutschland ist ein kleines Land.

00:07:12: Das heißt, man ist irgendwann so die großen, prominenten Namen dann durch.

00:07:17: Das kann auch Susanne Link oder Mickey Beiseners aus dem Kölner treffen.

00:07:21: Die treffen die Leute dann auch drei, vier Mal in so einer Karriere.

00:07:25: Ja, ich hätte fast gesagt, wer nicht.

00:07:27: Irgendwann sitzen sie alle da.

00:07:29: Irgendwann sitzen sie alle da.

00:07:30: Udo Lindenberg ist mir natürlich im Gedächtnis geblieben.

00:07:34: Harpe Kerkeling, Barbara Schöneberger.

00:07:36: Gregor Gizzi, egal wer, man lernt natürlich sehr, sehr schnell.

00:07:41: Das sind normale Menschen.

00:07:43: Ja, klar.

00:07:44: Und wenn man vor allen Dingen, wie ich, das mit sechzehn anfängt, dieses ganze Business und die Mechanismen kennt, wie man nach oben oder in die Öffentlichkeit gespült wird, also erst mal nach vorne gespült wird, dann kann das jedem passieren.

00:07:56: Also auch die Leute, die uns jetzt zuhören, also ein, zwei richtige oder falsche Schritte, je nachdem, was man sofort im Leben.

00:08:02: und man steht da und man hat dann eine Fernsehsendung oder man sitzt bei hart aber fair in der politischen Talkshow und ist in diesen Positionen.

00:08:09: Also jeder kann alles erreichen.

00:08:12: Das ist definitiv so.

00:08:13: Ist es denn so, dass du sagen wirst, deine Zeit am Kanton, du hast ja neun, neun, neunzig Abitur gemacht, hat dich auch ein bisschen so geprägt, dass du in diese Richtung gegangen bist?

00:08:22: Ich habe ja herausgefunden, dass du schon bevor du Abitur hattest, nämlich auch für die Zeitung geschrieben hast, für die Münstersche Zeitung.

00:08:28: Die Münstersche Zeitung, ja.

00:08:30: Und auch noch für eine Drinsteinfutter-Zeitung.

00:08:32: Das ist die lokale Ausgabe der Münstersche Zeitung gewesen.

00:08:36: Ach so, die hat doch diesen Namen Dreingaut-Zeitung.

00:08:39: Die hat die

00:08:39: ganz tief in die Recherche eingestiegen.

00:08:41: Aber

00:08:42: sicher.

00:08:43: Das gehört dazu.

00:08:45: So ging das los.

00:08:45: Das ist richtig.

00:08:48: Hat mich die Zeit hier am Kant dazu gebracht, ich konnte mich zumindest ausprobieren.

00:08:54: Also wenn ich an die Kantconnection denke, an die Big Band-Zeiten, dann war ich abgesehen davon, dass ich in manchen Stücken in der Rhythmusgruppe Klavier spielen durfte, dann schon beim Jubiläum der Band.

00:09:05: In Anführungsstrichen.

00:09:07: Fast nur der Moderator.

00:09:08: Ich hab durch den Abend geführt.

00:09:09: Da ging's das

00:09:10: schon los.

00:09:12: Oder Blood Brothers, da stand ich im Chor.

00:09:14: Aber da war schon diese Erfahrung, jeden Abend von der Mutter geschminkt zu werden im Badezimmer, dieser Geruch von Schminke, von Make-up.

00:09:22: Der kommt dann in der Jugend auf und es braucht solche Gelegenheiten, das zu probieren.

00:09:26: Also

00:09:26: Blood Brothers war ja eines der Musicals, aus der Musicalphase.

00:09:30: Ich denke, ihr werdet das Plakat kennen, liebe Schülerinnen und Schüler.

00:09:34: Das hängt nämlich immer noch in der ... Das war schon so.

00:09:40: was, wo du sagen würdest, das hatte ich.

00:09:42: Irgendwie dahin gebracht, dass du gemerkt hast, das kann ich gut.

00:09:45: Ich fühle mich da wohl in der Position.

00:09:47: Ich

00:09:47: glaube, ich wusste das vorher schon, aber ich hatte natürlich keine Gelegenheit, das zu üben.

00:09:51: Also ich mache jetzt mit einem Programm, das Tobias Häusler heißt.

00:09:54: Ich bin vierzehn, fünfzehn Jahre alt, kommt da bitte mal nicht statt der Hilltrup.

00:09:57: Da mache ich sie noch nicht mit voll.

00:09:58: Das heißt, es war ganz gut, noch eine Handconnection hinter mir zu haben, die ich da begleiten durfte, muss man ja sagen, bei den ganzen tollen Musikerinnen und Musikern, die da mitgespielt haben.

00:10:09: Ja, das war ... Eine großartige Zeit.

00:10:12: Also da war ich ja natürlich auch noch nicht hier, aber das hört man auch heute immer noch wieder.

00:10:15: Gibt sie nicht mehr?

00:10:17: Doch, natürlich gibt sie kein Connection noch.

00:10:18: Aber ich sage mal, auch die Anfänge in den nachtzigern und das war ja schon eine ganz große Sache.

00:10:25: Doch, die kann Connection.

00:10:26: Ja, das ist eine Institution hier.

00:10:28: Hätte ich hier direkt heute Nachmittag noch eingeführt.

00:10:31: Ehrlich gesagt, ich habe schon in der Grundschule, war ich schon Zirkusdirektor.

00:10:35: Und meine zwei Jahre jüngere Schwester war alle Tiere.

00:10:39: Ich habe für meine Familie schon eine kleine Zeitung rausgegeben.

00:10:42: Ich habe mit meinem immer noch besten Freund Thomas Weber hier kennengelernt, mit elf, zwölf Jahren so getan, als hätten wir eine Talkshow und berichten jetzt neu über die U-Bahn von Ringrode, wo ich aufgewachsen bin.

00:10:54: Ah, okay.

00:10:55: Die ist aber jetzt noch nicht gebaut worden.

00:10:56: Die ist immer noch nicht.

00:10:57: Das ist noch ein Projekt, ne?

00:10:59: Meine großen

00:10:59: Projekten verzögern sich ja, wenn ja dann doch noch mal teurer.

00:11:02: Das heißt, es war immer da und mit fünf, in der Tat dann meine Zeitungsanfang, da habe ich auch dann die Sommerfee in einfach meiner Zeitungsredaktion eben der Münzelschen Zeitung verbracht, ein Jahr später mit der Radio WAF im Kreis Marlendorf angefangen.

00:11:15: Das heißt, ich wollte das wirklich.

00:11:17: Ich hatte das unglaubliche Glück und das wünsche ich jedem Menschen, sehr schnell zu merken, was ich wirklich will und das Glück auch, dass ich das vermutlich kann, zumindest ausbauen konnte.

00:11:32: Dieses Feuer zu entdecken in sich, was dann ein Leben lang brennt, das ist, glaube ich, das größte Geschenk.

00:11:38: Manche suchen ja noch weit nach dem Studium, nach dem Richtigen oder sind dann unglücklich.

00:11:42: Ich wusste das mit acht und zieh das jetzt bis heute fünfhört sich durch und höre auch nicht auf.

00:11:48: Ja, das ist ja eigentlich eine... unglaublich schöne Erfolgsgeschichte, eben wie du sagst, dass man, dass du früh entdeckt hast, was machst du gerne, was ist dein Talent auch.

00:11:59: Interessanterweise ist bei mir auch etwas ähnlich gewesen mit dem Lehrer, mit dem Lehrerberuf, in der Hinsicht, dass ich ganz früh Englisch unbedingt lernen wollte.

00:12:09: Man lernte es damals noch nicht an der Grundschule.

00:12:11: Mein Bruder hatte es aber schon, dann habe ich ihn genötigt, mir Englisch beizubringen.

00:12:17: Und als ich dann Englisch hatte in der Schule, musste mein kleiner Bruder ran und wurde von mir leider unfreiwillig unterrichtet.

00:12:26: Also ich habe Englisch immer geliebt und ich habe auch irgendwie dieses Unterrichten an seine Gebiete.

00:12:31: Aber das ist interessant.

00:12:33: Aus mir hätte dann wahrscheinlich auch noch ein Lehrer werden können und aus dir Moderatoren.

00:12:38: Das ist ja im Grunde etwas lernen und sehr schnell, sehr stolz darauf zu sein, dass man es kann und das auch weitergeben.

00:12:45: Und so habe ich dieses Bild von mir, das hat ein bisschen gedauert, bis ich es gemerkt habe, dass all diese Tätigkeiten, die ich gerade aufgezählt habe, im Grunde einen gemeinsamen Nenner haben, nämlich diese Botentätigkeit oder diese Kellnertätigkeit.

00:12:58: Ich war ja nie Koch.

00:13:00: Also ich habe noch nie ... Erläutert das mal, wie du das Bild meinst.

00:13:04: Die Küche sind beispielsweise bei uns die Autorinnen und Autoren von Fernsehbeiträgen.

00:13:07: Ich habe im ganzen Leben noch nie einen Fernsehbeitrag gemacht.

00:13:09: Ich habe ganz wenige Radiobbeiträge gemacht.

00:13:11: Ich bin der, der das Essen aus einer hoffentlich guten Küche dem Gast serviert.

00:13:17: Ich bin sozusagen Gastgeber.

00:13:19: für die Menschen, die einen schönen Abend haben wollen.

00:13:21: Das holt auch mal ein durchschnittliches Essen noch mal raus, während ein schlechter Kellner, ein schlechter Gastgeber, sagen wir mal, so ein kleines italienisches Restaurant auch so ein Abend, wenn der Service mies ist, komplett verderben kann, egal wie gut das Essen ist.

00:13:33: Ja,

00:13:33: das stimmt.

00:13:33: Ich nehme

00:13:34: Dinge und bringe sie anderen.

00:13:36: Ich glaube, ich habe das Talent, mich relativ schnell in Material, in Substanz einzulesen, zu gucken, was ist spannend für eine größere Gruppe.

00:13:45: und dann eben überzuleiten von Expertin zu Experte immer in die Tiefe hinein, ob ich jetzt einen Fernsehbeitrag der Fragen beantwortet, anmoderiere oder einen Expertenbefrage auf einer Bühne in einer Panel-Diskussion.

00:14:00: Das ist eigentlich immer dieselbe Tätigkeit.

00:14:02: Ich erfasse etwas, was ich für spannend halte und bringe das nach außen.

00:14:05: Ich hoffe, dass jeder eine gute Zeit hat.

00:14:07: Genau.

00:14:08: Ich finde es ganz spannend, dass du sagst, du hast dann eben schon früh so dein Potenzial entdeckt.

00:14:13: Wir versuchen ja heute.

00:14:15: Gibt es ja noch richtig besondere Programme für die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler.

00:14:20: Das gab es ja in den neunziger Jahren, als du in der Schule warst, in der Form noch nicht.

00:14:24: Ihr habt wahrscheinlich Praktika gemacht.

00:14:25: Im Berufsinformationszentrum am Arbeitsamt.

00:14:27: Da kriegt

00:14:28: dann viele.

00:14:29: Ja, da hätte ich, glaube ich, Landschaftsgartenbau hätte ich, glaube ich, machen können.

00:14:32: Ja, ist jetzt nicht ganz geworden, würde ich sagen.

00:14:35: Nur sehr entfernt, damit zu tun.

00:14:37: Vielleicht hast du ja zu Hause einen Garten, den du pflegst.

00:14:40: Irgendwie habe ich mich jetzt bei Frisur aufgehängt und irgendwie haben die ja auch... Du kannst ja auch eine Frisur relativ ähnlich schneiden, aber du hast hinterher bei dem einen eine bessere Zeit als Gesamterlebnis als bei dem anderen.

00:14:50: Als Friseur musst du auch sehr kommunikativ sein.

00:14:53: Oder sollte man zumindest?

00:14:54: manche Kunden und Kundinnen möchten ja auch gerne sprechen und möchten gerne unterhalten werden.

00:14:58: So ist es.

00:14:59: Und

00:14:59: sie müssen auch merken, wenn jemand nicht sprechen will.

00:15:01: Absolut.

00:15:02: Deine Zeit am Kant.

00:15:04: Wie war das denn so für dich in den Neunzigern?

00:15:06: Ich hatte noch keinen Gast aus den Neunzigern hier.

00:15:08: War das eine spezielle Zeit?

00:15:09: Auch was so politische Dinge anging?

00:15:12: Hast du da noch was in Erinnerung, dass irgendwas in der Zeit passiert ist, was ihr im Unterricht vielleicht aufgegriffen habt?

00:15:19: Ähnliches.

00:15:20: Verena Fels ist ja Mitschülerin gewesen.

00:15:23: Genau.

00:15:24: Und saß ja auch in der letzten Folge, die ja besonders war.

00:15:28: Richtig.

00:15:28: Die Talkshow war zum fünftigsten Schuljubiläum.

00:15:31: Ja.

00:15:32: Und sie hat schon viel erzählt über die ersten Handys, etc.

00:15:35: Ah, du hast dich also auch informiert.

00:15:37: Ich hab mit dem

00:15:37: Auge, dass ich würde nirgendwo hingehen unvorbereitet.

00:15:39: Ich hab einen riesen Vorbereiter.

00:15:41: Ja.

00:15:41: Also, warum, manchmal frage ich mich das auch, warum ich überhaupt auf Bühnen stehe.

00:15:47: Denn eigentlich liegt mir, also ganz witzig, es ist ja kein Psychologie-Podcast, aber eigentlich liegt mir das nicht.

00:15:53: Ich arbeite eigentlich mit sehr viel Vorbereitung gegen die Angst an dazu versagen.

00:15:57: Ich rede auch privat gar nicht viel.

00:15:59: Das ist ganz witzig.

00:16:01: Ich höre sehr, sehr ganz zu oder schweige auch und will auch nur meine Ruhe haben.

00:16:04: Das hat sich auch gewandelt über die Zeit.

00:16:06: Aber Vorbereitung ist für mich das A und O. Deswegen ist so ein Podcast für mich totaler Stress.

00:16:14: Da bin ich aber froh, dass du trotzdem die Einladung angenommen hast.

00:16:18: Ich habe aber in der Anfrage, in der Mail oder in den Gesprächen zwischen uns beiden in Vorbereitung auf diesem Podcast das Gefühl, dass dir eine wesentliche Information über mich hier an dieser Schule überhaupt nicht vorliegt.

00:16:31: Ja, doch, ich glaube schon.

00:16:33: Ja, ich habe da so Leuten hören, dass du nicht das einzige Familienmitglied hier an der Schule warst, falls das die Info ist, auf die du hinauswillig hörte, dass deine Eltern beide in der Zeit auch Lehrerinnen und Lehrer jedem am Kanton waren.

00:16:47: Ist das korrekt?

00:16:48: So, du musst dir vorstellen, sieben Uhr fünfundvierzig, deine Eltern fahren gemeinsam zur Arbeit und deine Schwester und du ihr kommt mit.

00:16:58: Das ist eine Situation, wie du sie ja normalerweise nur was ich im Urlaub hast.

00:17:02: Ja.

00:17:03: Das heißt, wenn du mich jetzt nach prägenen Ereignissen in der Schulzeit fragst, habe ich natürlich eine ganz andere Schulzeit, als die aller allermeisten.

00:17:08: Und jeder, der Lehrer Kind ist und auch noch mit den Eltern an der eigenen Schule, weiß, das ist eine ganz, ganz prägende Erfahrung.

00:17:17: Da lernt man sehr, sehr viel, sehr persönlichkeitsbildend, weil ja ewiger Eltern-Sprechtag ist beispielsweise.

00:17:23: Ja.

00:17:23: Also was gerade passiert ist in der Es wird eine kleine Pause im Lehrkräftezimmer besprochen.

00:17:29: Genauso halten sich auch Mitschülerinnen und Mitschüler nicht zurück, die bei meinen Eltern Unterricht hatten, um mir zu erzählen, was mein Vater an Geschichten erzählt hat.

00:17:38: Mein Vater hat eine sehr leidenschaftliche Art zu Unterrichten gehabt, hat sehr anekdotisch erzählt und natürlich ... waren dann auch wir mal Thema.

00:17:46: Das erfuhren wir

00:17:47: dann in der Unterricht.

00:17:47: Hat man auch nicht immer ganz so gerne, glaube ich.

00:17:51: Man

00:17:51: steht auf eine ganz besondere Art irgendwie im Mittelpunkt.

00:17:53: Vor allem gibt es keine Wand.

00:17:56: Es gibt ja keine Trennung zwischen, das ist meine Schulzeit und dann bin ich zu Hause und erlebe meine Eltern.

00:18:01: Sondern es ist ja ein großer Privatberufsmix, den man da jeden Tag erlebt.

00:18:06: Und gerade wenn man, sagen wir mal, im besten Sinne auffällige Eltern hat, wie mein Vater Lehrer war, wie er das wirklich mit einem... Manchmal denke ich, er ist so einer der wenigen so Universalgelehrten, die ich so kenne.

00:18:22: Also ein sehr kritischer Geist, immer auf der Suche, die Dinge zu optimieren.

00:18:27: Autoritäten nicht so sehr blind zu folgen, beispielsweise.

00:18:31: Das ist auch wunderbar zu immer anerkannt.

00:18:34: Welche Föcher hat er denn unterrichtet?

00:18:35: Chemie und

00:18:36: Physik.

00:18:37: Und in Teilen auch Informatik, als es noch ein Fach war, wo man noch mit Lochkarten und so.

00:18:41: Oh ja.

00:18:43: Aber das ist natürlich, was meine Schulzeit durchaus nochmal hat, ganz anders aussehen lassen.

00:18:50: Ja, das kann ich mir vorstellen.

00:18:51: Das ist die vergleichbare.

00:18:53: Das stimmt.

00:18:54: Und

00:18:54: ab fünfzehn kam die Zeitung, sechzehn.

00:18:56: Im Grunde habe ich die Schule so gar nicht erlebt.

00:18:59: Also ich habe zum Teil Vormittagsschule gehabt, Nachmittagssendung.

00:19:04: Sogar noch als Leute sich zusammengesetzt haben fürs Abitur gelernt.

00:19:08: Was hast ich da im Radio?

00:19:10: Ach super, da haben wir jetzt ein bisschen Zeit, uns auf die Prüfung vorzubereiten.

00:19:12: Das heißt, der umso mehr Zeit fürs Radio.

00:19:15: Also ich habe die Prioritäten, ich glaube damals falsch gesetzt, heute.

00:19:20: habe ich sie einfach gesetzt.

00:19:21: Ja.

00:19:21: In meinem Sinne.

00:19:22: Ich wollte gerade sagen, also es ist ja was aus dir geworden.

00:19:25: Ja.

00:19:26: Und du sagst falsch gesetzt.

00:19:27: Weiß nicht.

00:19:27: Ja, aber ist wohl so.

00:19:29: Ja, also du strahlst auf jeden Fall ja auch immer aus, dass das was du machst, dass du das gerne machst und ich finde, dass das bei fast allen Berufen oder bei ganz vielen Berufen ja auch unglaublich wichtig.

00:19:39: Ja.

00:19:39: Auch als Lehrerin ist für mich sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler merken, ich hab Spaß an dem, was ich tue.

00:19:46: Das bedeutet ja nicht, dass ich die ganze Zeit nur Altglück und Sonnenschein sein muss, aber ein grundsätzlicher Freude an der Tätigkeit ist auch in meinem Beruf absolut unerlässlich.

00:19:56: Und um das mal deutlich zu sagen, gerade durch diese Inneneinblicke habe ich den größten Respekt vor eurer Arbeit.

00:20:04: Danke schön.

00:20:04: Dass in der Öffentlichkeit diese Bilder, diese Klischees, die es da gibt, Es gibt bestimmt, wie in jedem Beruf, ein, zwei, die das ausnutzen, die auch eine gewisse Eigenverantwortung, die ihr auch habt in einer Zeiteinteilung etc.

00:20:17: zu ihren Gunsten nutzen.

00:20:19: Aber ich erlebe so viele leidenschaftliche Lehrerinnen und Lehrer.

00:20:23: Und ich weiß ja, dass die Zeiten noch nicht einfacher sind.

00:20:25: Also du hast ja, du hast die Kinder, die verändern sich ja.

00:20:27: Es ist ja einfach so.

00:20:28: Also das wäre quatsch.

00:20:29: Also ich will jetzt auch nicht so, guck mal, was danach kommt und guck mal, wir damals noch.

00:20:33: Und wir waren auch schon schwieriger, aber es verändert sich natürlich.

00:20:35: Das ist eine Generation, die ist klein.

00:20:37: Es sind wenige und die wissen das auch.

00:20:39: Es sind Eltern, die auch diesen Druck von der Seite machen können, eigentlich auch noch von unten.

00:20:44: Ein Lehrerkollege muss nicht immer einfach sein.

00:20:46: Schulleitung macht sehr, sehr viel aus.

00:20:48: zur Zirksregierung.

00:20:50: Neue Ideen des Lehrens und ihr müsst immer folgen.

00:20:53: Man ist ja immer in

00:20:53: Bewegung.

00:20:54: Medien, wenn wir einfach nur an Medien denken.

00:20:57: Mit welchen Medien habe ich als Referendarin angefangen, meinen Unterricht zu gestalten und welche Medien verwende ich jetzt mittlerweile?

00:21:03: Allein diese Zeitspanne, da ist so viel passiert und das ist halt auch ein ganz großer Punkt.

00:21:09: Jetzt, neuste Sache ist natürlich KI, also künstliche Intelligenz.

00:21:13: Wie kann man das im Unterricht ... wie kann man Schülerinnen und Schüler das näher bringen?

00:21:21: Wobei, die sind ja sowieso schon nah genug dran.

00:21:23: Oder wie kann man das eben verwenden, sodass sie trotzdem noch ... eigenes, kritisches Denken lernen und so weiter.

00:21:29: Bei eigenem kritischem Denken, da kommt mir doch wieder unser guter Immanuel Kant in den Sinn.

00:21:34: Du hast eben schon davon gesprochen, dein Vater als Lehrer auch so im Sinne von Kant durchaus gedacht hat, unterrichtet hat.

00:21:42: Das

00:21:42: sind sehr große ... Also, es würde ihn freuen, das jetzt so zu hören.

00:21:44: Er würde dann sagen, um Gottes willen.

00:21:47: Kannst du das nicht nachträglich rausschneiden lassen?

00:21:49: Also, ich hasse mich gerade in einem Atemzug mit Kant.

00:21:52: Das ist ...

00:21:52: Naja, oder nach gewissen Maximen vielleicht, die Kant so auf.

00:21:56: Ja,

00:21:56: also zumindest muss man sagen, er hat uns immer darin erzogen, nicht alles zu glauben, was man uns erzählt und wach zu bleiben.

00:22:05: Und das ist schon, glaube ich, ein großer Wert.

00:22:07: Auf jeden Fall.

00:22:08: Ich meine, du weißt ja, du hast dich ja auch schlau gemacht und du hast ja auch eben schon gesagt, natürlich bereitet man so einen Podcast vor.

00:22:16: Und gegen Ende unseres Gesprächs steht eben dieses Kann-Zitat.

00:22:21: Du musst schon lachen.

00:22:22: Und du hast dir sicherlich auch eins rausgesucht.

00:22:25: Davor bin ich überzeugt.

00:22:25: Ja,

00:22:26: das muss ich natürlich ablesen.

00:22:28: Ja, das ist völlig normal.

00:22:29: Ich habe irgendwie

00:22:30: zwanzig, zwanzig Sachen gelesen, um Fettenbanken wie was Kreativeres rauszukriegen und bloß jetzt nicht mit dem Imperativ zu kommen.

00:22:36: Und es gibt ja auch so ganz tolle, ganz tolle Dinge, wie der Mensch ist das einzige Geschöpf, das erzogen werden muss.

00:22:42: Ich hoffe, das ist alles von ihm.

00:22:43: Oder Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.

00:22:49: Also man kann da richtig tief einsteigen.

00:22:52: Aber eigentlich ist dieser Kern von allem die Aufklärung natürlich genau das, mit dem ich mich beschäftige.

00:22:58: Also als ich mich jetzt mit Kant beschäftigt habe, Sprang mich das so an, dass das im Grunde ein großes Plädoyer ist für Medienkompetenz.

00:23:06: Ich halte Medienkompetenz, wir haben das Thema ja gerade gehabt, auch in den neuen Formen, wie Sie hier im Unterricht stattfinden.

00:23:13: für vielleicht eine der wichtigsten Kompetenzen, die so ein Kind, ein Jugendlicher, eine Jugendliche überhaupt nur erfahren kann.

00:23:21: Da pflichte ich dir bei.

00:23:22: So komme ich jetzt Zitat.

00:23:23: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

00:23:26: Ist klar, Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

00:23:33: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

00:23:37: habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

00:23:40: Das ist deswegen ja so sehr abgegriffen, kriegt aber eine unglaubliche Aktualität für mich, wenn ich es übertrage, weil es ja zwei Seiten hat und wir abgesehen davon, dass wir alle dazu ermutigen wollen, nachzudenken, zu fragen, woher kommt eine Information, wie wahr ist, wie wahrhaftig ist sie.

00:23:59: Ist dieser Satz, diese Idee, auch gerade dabei missbraucht zu werden?

00:24:04: Seit Zwei-Tausend-Fünfzehn.

00:24:06: Wenn ich daran denke, dass Leute mich bei Social Media anschreien und sagen, ihr Schlaf scharfe.

00:24:11: Ja, dieses Team Medien wacht doch endlich auf, denkt doch mal nach.

00:24:16: Und zwar das Gegenteil von dem Versuchen, was Kant als Aufklärung verstanden hat.

00:24:22: Das ist ja nicht... sich dann der nächsten Herde anzuschließen mit irgendwelchen Plakaten oder der nächsten Verschwörung, sondern erst einmal zu wissen, wem vertraue ich.

00:24:31: Es gibt auch ganz viel um Vertrauen.

00:24:34: Wer ist die Quelle?

00:24:35: Genau, die Quelle.

00:24:37: Darüber hinaus ist für mich immer ein guter Gratmesser zu fragen, wem, wem nützt das?

00:24:43: Wenn ich das jetzt sehe hier bei TikTok, bei Instagram, wem nützt diese Information, wacht doch endlich auf.

00:24:51: Denn viele versuchen ja mit Angst, mit Wut, irgendwas bei mir zu triggern, dass ich sage, jetzt bin ich auch wütend gegen die da oben oder gegen eine Minderheit oder was auch immer.

00:25:00: Das ist immer zu fragen, warum soll diese Emotion durch eine Schlagzeile, durch ein vielleicht auch künstlich intelligent erstelltes Video, in mir erzeugt werden?

00:25:09: Wem soll ich mich da wieder anschließen?

00:25:11: Ja, ganz genau.

00:25:11: Dann was nicht mehr glauben.

00:25:13: Eine der größten Sätze.

00:25:15: kann gar nicht ahnen, wie wichtig das noch wird in dieser Geschwindigkeit und dieser digitalen Welt.

00:25:21: Ja, also das sehe ich absolut genauso und das ist ja auch die Erfahrung, die wir natürlich häufig auch machen, wenn wir mit den jungen Menschen hier umgehen, die ich auch mit meinen Kindern zu Hause mache, die im Alter von neunzehn und sechzehn sind.

00:25:37: Und das ist eine unerlässliche Fähigkeit und Fertigkeit, die wir eben beibringen müssen, dieses kritische Herangehen an all diese Informationsflut, die da einprasselt.

00:25:49: Allein dieser Begriff Fake News und alternative Fakten sind so, dass man ... Allein darüber ja schon sehr lange reden kann und muss.

00:26:00: und um zu überlegen, was steckt denn dahinter?

00:26:03: Was bezwecken denn Leute, die alternative Fakten schaffen wollen?

00:26:07: Kannst die überhaupt geben?

00:26:08: Fakten sind doch Fakten.

00:26:10: Wie kann die alternativ sein?

00:26:11: Und insofern ja.

00:26:13: Finde ich, hast

00:26:14: du

00:26:15: das richtig gut gerade erklärt, wie aktuell kann dann eben noch es mit so vielen Dingen?

00:26:21: Dass wir uns aus dieser Zeit wieder erholen.

00:26:25: Es kann sein, dass wir jetzt immer wachsamer und wachsamer sein müssen, wer uns was erzählt.

00:26:30: Die lautesten sind nicht die richtigen.

00:26:32: Da gibt es auch noch einen, warte mal.

00:26:34: Nina,

00:26:36: die Lügen sind die Waffen der Schwachen gegen die Starken.

00:26:40: Und das passt wunderbar als zu der Ergänzung.

00:26:44: Ich will nicht dafür werben, alles zu hinterfragen, was man sieht.

00:26:47: Das ist schon mal wichtig und eine Basis.

00:26:49: Aber natürlich auch irgendwann zu entscheiden, vertraue ich den öffentlich-rechtlichen Medien mehr als irgendeinem Tiktok-Schrei-Hals.

00:26:56: Von dem ich weiß, wer ihn bezahlt beispielsweise.

00:26:59: Und so weiter.

00:26:59: Heißt aber auch nicht, dass ich unkritisch mit öffentlich-rechtlichen Medien umgehen muss.

00:27:02: Also es ist eine ständige Bewegung.

00:27:05: Wichtig ist nur ... Wach bleiben, nicht den falschen Leuten zu vertrauen.

00:27:09: Und sobald ich Emotionen merke, zu sagen, wo kommt die eigentlich her?

00:27:13: Warum soll ich die eigentlich haben?

00:27:14: Was ist der Zweck hinter dieser Emotion?

00:27:18: Ich weiß, dass meine Jungs zu Hause immer schon oft genervt sind, wenn die mir irgendwas erzählen oder mir Videos zeigen und ich sag, aha, und wo kommt die Information her?

00:27:26: Und wer hat das Video erstellt?

00:27:28: Oder wo hast du das denn jetzt her?

00:27:30: Mama, das näher vom Pax ist immer nach.

00:27:34: Aber ich finde, dass das jetzt wirklich sehr gut in die Zeit passt.

00:27:40: Und wenn man überlegt, wie alt der gute Herkant ist, wir haben es ja auch im ... beim Schuljubiläum immer wieder thematisiert.

00:27:47: Er war ja der Kantgeist auch später auf der Bühne bei unserem Jubiläums-Dings, der ja dann auch seinen Geburtstag feierte, gemeinsam mit dem Kant.

00:27:56: Dann finde ich es doch immer wieder spannend.

00:27:57: Und ich finde, dann gibt es auch diese Berechtigung, dass unsere Schule nach wie vor so heißt.

00:28:02: Und ja, und das ist auch nicht die einzige Schule in Deutschland ist, die das tut.

00:28:06: Absolut.

00:28:06: Also der größten Denker der Welt.

00:28:09: Ich wollte irgendwas noch ergänzen.

00:28:11: Ach, ist nicht schlimm.

00:28:11: Ist das nicht toll, am Ende den Faden zu verlieren?

00:28:13: Ja.

00:28:13: Vor allem, wenn es so ganz am Schluss passiert.

00:28:15: Weil wir sind jetzt schon, ich weiß gar nicht, ich hab gar nicht auf die Uhr geguckt, die Zeit verpflicht in meinem

00:28:19: Podcast immer so.

00:28:19: Das kann dir sagen, warum das so schwierig ist.

00:28:21: Ihr nehmt das hier mit einem Programm auf, das eigentlich, und das passt auch zum Emanuel Kant-Gymnasium, nur Musik verarbeiten kann.

00:28:26: Ich kann also sagen, wir haben jetzt eighthundert, vierhundert, neunzig Takte miteinander gesprochen.

00:28:29: Ah,

00:28:29: ja, okay.

00:28:30: Geben vier

00:28:30: Vierteltakte.

00:28:32: Hat sich auf jeden Fall ziemlich gut und geschmeidig angefühlt.

00:28:34: Und das ist ja der Viervierteltakt auch, der fühlt sich auch immer sehr gut und geschmeidig an.

00:28:38: So ist es, so tanzen wir jetzt raus.

00:28:40: Ja.

00:28:41: Liebe Kantianer und Kantianerin, ich komme zum Schluss hier, komme zum Ende des Podcasts und wie gesagt versprochen, es wird Ihnen jetzt wieder öfter geben.

00:28:50: Ich bedanke mich ganz herzlich, Tobias, dass du extra den Wiki hergefunden hast und hier Gast warst.

00:28:56: Und ich hoffe, der Stress ist jetzt von dir abgefallen.

00:29:00: Dauert noch ein bisschen.

00:29:01: Ich bin ganz froh, dass ich hier Gastnummer W-Sieben oder was bin.

00:29:03: Das heißt, auch hier ein Zitat nehmen konnte.

00:29:06: Ab jetzt ist es endgültig verbrannt.

00:29:08: Jetzt müssen sich die Leute wirklich kreativere Zitate aussuchen.

00:29:10: Wahrscheinlich, ja.

00:29:11: Wahrscheinlich muss ich die an den ... Die Guten

00:29:12: sind weg.

00:29:13: ...

00:29:13: muss ich ihnen an der Liste schicken.

00:29:14: So, die hier sind schon verbraucht.

00:29:17: Bitte such was anderes.

00:29:18: Also, wie gesagt, noch mal ganz lieben Dank.

00:29:20: Es hat ganz viel Spaß gemacht.

00:29:22: Wunderbar.

00:29:22: Als hätten wir uns abgesprochen.

00:29:24: Wie schön.

00:29:24: Ihr habt es gehört, die Schuldklingel.

00:29:26: Wobei wir uns danach gar nicht richten.

00:29:28: Habt eine gute Zeit, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kantianerinnen und Kantianer.

00:29:33: Bleibt alle gesund, munter.

00:29:35: Ich wünsche euch einfach, dass ihr kritisch bleibt im Sinne von Kant.

00:29:41: Und dass ihr beim nächsten Mal auch wieder dabei seid.

00:29:43: Wenn es heißt, Podcast.

00:29:45: Der Podcast ist Emmanuel Kant im Nasium.

00:29:48: Die Moderation habe ich gemacht, Nina von Manstein.

00:29:51: Die Technik, dafür war Timo Becker verantwortlich.

00:29:54: Bis bald.

00:29:56: Tschüss.

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